Krimi 2 – Eine neblige Nacht unter Drogen

Eine neblige Nacht unter Drogen

„Dann stellen Sie sich doch mal vor.“

„Ich heiße Marie Wittmann und bin 23 Jahre alt. Ich arbeitete in einem Büro, nicht weit weg von meinem Zuhause. Ich… ich bin sehr gerne mit meinen Freundinnen feiern gegangen, bis … Ich war auch immer eine selbstbewusste Person, bis …“

Marie arbeitete täglich von 12 bis 20 Uhr im Büro. Als sie am Montagabend das Büro verließ, sah sie auf der anderen Straßenseite einen Mann, der ihr unheimlich erschien. Er trug einen braunen, abgenutzten Mantel und eine Sonnenbrille, obwohl die Sonne sich nicht einmal blicken ließ. Seine rote Mütze fiel direkt auf, da sie dieselbe ihrem Freund zu seinem Geburtstag geschenkt hatte. Er war etwas dicker und etwa 1.78 Meter groß. Marie ging ihren gewohnten Weg durch den dunklen Stadtpark, um nach einem harten Arbeitstag schneller nach Hause zu kommen. Am nächsten Tag auf der Arbeit schaute sie aus dem Fenster des Büros und sah denselben Mann vom Vortag. Sie dachte sich nichts dabei und arbeitete weiter. Sie sah die komische Gestalt immer öfters. Es war Herbst und es wurde schon früher dunkel. Da ihr der Führerschein abgenommen wurde, wegen Alkohol am Steuer, musste sie zu dieser Zeit immer den Bus nehmen. Es war kalt und Marie trug immer ihren Lieblingsschal. Dieser wurde ihr später noch zum Verhängnis. Plötzlich stolperte sie über den Bordstein, auf einmal stand der Mann von der Bushaltestelle vor ihr und half ihr auf. Er roch etwas nach hochprozentigem Alkohol. Sie bedankte sich höflich.

Anstatt den Bus zu nehmen, rief Marie ihren Freund an. Sie sagte zu ihm „Hi, holst du mich von der Arbeit ab? Ich bin völlig erschöpft und Ich komme nicht rechtzeitig zur Party.“ „Party? Ich dachte heute gehen wir Essen. Ich habe extra einen Tisch reserviert. Sag bloß nicht du hättest es vergessen.“ Sie nahm sich Zeit eine Antwort zu überlegen, doch sie blieb stumm. „Ich glaube, du wirst wohl laufen müssen!“, sagte ihr Freund und legte auf. Sie saß auf einer Bank und versuchte ihn mit ihrem Handy zu erreichen. Doch es antwortete ihr nur die Mailbox. Vor ihr auf der anderen Straßenseite saß der dunkel bekleidete Mann, der ihr noch gerade höflich aufgeholfen hatte. Es war spät und sie musste so schnell wie möglich nach Hause. Als Marie gerade gehen wollte, fühlte sie plötzlich eine Hand an ihrer Schulter. Sie erschrak, da die Person sehr fest zugriff. Sie drehte sich hektisch um. „Entschuldigung, wissen sie vielleicht wie spät es ist?“, fragte der mysteriöse Mann. Sie entgegnete angespannt: „Ja, ähm. Es ist 21.23 Uhr.“ Sie kam zu Hause an und ging direkt ins Bett, ohne ihren Freund zu begrüßen, da sie sauer auf ihn war. Marie schrieb noch schnell ihren Freundinnen eine SMS, dass sie nicht zur Party kommen würde, da es ihr durch den Streit nicht so gut ginge. Am nächsten Tag fuhr ihr Freund sie zur Arbeit. Marie war immer noch sauer auf ihn und sie sprachen auf dem Weg kein Wort miteinander. Sie fühlte sich schlecht deswegen, aber wollte auch nicht nachgeben, da sie dies schon zu oft gemacht habe. Sie wollte auch einmal einen Schritt zur Versöhnung von ihm sehen. Heute hatten sie und ihre Kollegen früher Feierabend, da der Chef Geburtstag hatte. Sie machte sich auf den Weg, denn sie war mit ihrem Freund verabredet an der Bushaltestelle, gegenüber des Büros. Maries Freund wollte mit ihr über ihre Beziehung reden.

Er fand es nicht gKrimi2ut, dass sie oft feiern ging und viel mit ihren männlichen Kollegen unternommen habe. Als sie sich dann trafen kam es zu einem lautstarken Streit. Marie dachte sich, dass sie jemand besseren verdient habe und machte Schluss. Sie waren drei Jahre zusammen, sodass es Marie trotzdem sehr traf. Sie war sehr bedrückt, doch sie riss sich zusammen und wollte nur noch nachhause. Auf der anderen Straßenseite war derselbe Mann wieder. Vielleicht hatte er Mittagspause. Als sie dann Zuhause ankam, öffnete sie ihren Briefkasten und fand einen mit Zeitungsbuchstaben verfassten Brief, auf dem stand: „Ich weiß wer du bist, ich weiß wo du wohnst und ich weiß wo du arbeitest, ich kriege dich!“. Sie dachte sich weiter nichts dabei und ging

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schlafen. Am darauffolgenden Tag im Büro schaute Marie aus dem Fenster auf die andere Straßenseite. Dort sah sie den dunkel bekleideten Mann, wie er gerade alte Zeitungen aus dem Mülleimer der Bushaltestelle holte. Es war Freitag und sie wollte sich einen schönen Abend mit ihren Freundinnen machen. Als sie gerade losgehen wollte, sah sie ein Blatt Papier, das aus ihrem Briefkasten ragte. Es war wieder ein mit Zeitungsbuchstaben versehener Brief. Marie erinnert sich an den Mann von heute Mittag, der alte Zeitungen aus dem Müll geholt hatte. Plötzlich dämmerte ihr so einiges. Marie ging mit ihren Freundinnen feiern, denn sie dachte sich, dass sie das mit den Briefen auch noch morgen klären könnte. Sie erzählte ihnen, dass sie mit Paul Schluss gemacht habe. Maries Freundinnen sagten zu ihr, sie solle ihn vergessen und dass er sie sowieso nicht verdient habe. Es war 00.24 Uhr. Sie und ihre Freundinnen trennten sich an der verlassenen Bushaltestelle, da Marie weiter weg wohnte. Alle waren vom Feiern etwas betrunken und alle hatten auch ein paar Joints geraucht. Marie war sehr angetrunken, da sie die Trennung von ihrem Ex-Freund so schnell wie möglich vergessen wollte. Sie schaute, wann der nächste Bus kommen würde. Da es schon 00.30 Uhr war kam dieser jedoch erst in einer knappen Stunde.

„Wollen sie den anderen hier nicht selbst weitererzählen, was Ihnen widerfahren ist?“ „Ich… ich werde es versuchen.

Ich entschied zu laufen, da ich so schneller zu Hause sein würde. Ich war angetrunken und hatte Wahrnehmungsstörungen. Mir war schwindelig und übel. Als ich am dunkelsten Eck der Stadt ankam, kam in mir ein schauervolles Gefühl. Ich fühlte mich seltsamerweise auf einmal beobachtet und verfolgt. Ich lief schneller. Auf einmal bemerkte ich eine Gestalt hinter mir. Es war ein Mann und mir wurde klar, dass ich ihn irgendwie kenne. Als ich zum Park kam, versuchte ich den Verfolger dort abzuhängen, da man dort keine gute Sicht hatte. Ich drehte meinen Kopf vorsichtig um und auf einmal war keine Menschenseele mehr zu sehen. Da, wo der Verfolger gerade noch zu sein schien, war nur noch mein eigener Schatten, der von der einzigen flackernden Laterne erzeugt wurde. Plötzlich hörte ich Geräusche hinter mir und drehte mich nochmals um. Es waren nur Blätter die vom Wind über den Boden getragen wurde. Als ich mich … mich…

Können sie vielleicht weiter erzählen, ich kann nicht mehr!“

Als Marie sich wieder umdrehte erschrak sie. Sie wollte schreien, doch der Anblick ließ sie verstummen. Es war nicht die mysteriöse Gestalt, die sie so oft gesehen hatte, es war ihr Ex-Freund der mit einer 18 cm langen Klinge vor ihr stand. Sie wollte wegrennen, doch er hielt sie am Handgelenk fest und würgte sie mit ihrem Schal. Es war niemand in der Nähe, da es ein Stadtteil war, in dem vermehrt ältere Leute wohnten. Paul zog sie gewaltsam ins Gebüsch, aber sie versuchte sich mit aller Kraft zu befreien. Als die Klinge gerade Maries Hals tangierte, schlug plötzlich der mysteriöse Mann ihrem Ex- Freund mit einem Stein auf den Hinterkopf. Es stellte sich heraus, das der mysteriöse Mann ein verdeckter Ermittler war, der eine Person aus dem Gebäude beschattete indem sich Maries Büro befand. Als er neben seiner Ermittlung jedoch den sich komisch verhaltenden Ex-Freund sah, machte er sich auf die Verfolgung, denn er hatten den lautstarken Streit zwischen Marie und Paul mitbekommen und machte sich sorgen um Marie.

„Wollen sie noch etwas hinzufügen?“ „Ich bin seit der Beziehung mit Paul sehr vorsichtig in Sache Beziehungen. Ich bin froh das ich diese Selbsthilfegruppe hier gefunden habe und das wir alle hier offen über unsere Probleme reden konnten.