Krimi 1 – Der Dachboden

Der Dachboden

An einem sonnigen Nachmittag im Frühling spielte die kleine Madlene mit ihren Freundinnen verstecken auf dem Spielplatz. Während sie spielten saßen die Eltern der Kinder abseits und unterhielten sich. Madlenes beste Freundin war gerade mit Suchen dran, also liefen alle los, um sich zu verstecken. Eine hinter dem Baum, eine im Müllcontainer und Madlene hatte vor, sich hinter dem Busch zu verstecken. Sie wartete und wartete, aber es fand sie niemand. Auf einmal hörte sie eine Männerstimme ihren Namen flüstern. Sie drehte sich um und sah einen großen, schmalen Mann, der etwa 30 war. Er kam ihr langsam näher, packte sie und hielt ihr ein Tuch mit Chloroform vor die Nase. Sie wurde bewusstlos.                                                                                                   Petru

 

Er trug sie in sein Auto und fuhr los. Als sie eine menschenleere Straße entlangfuhren, wurde Madlene langsam wach. Der Mann merkte dies jedoch nicht. Die kleine sah das offene Fenster neben sich, beugte sich raus und rief nach ihrer Mutter. Ein älterer Herr wollte im diesem Moment die Straße überqueren und hörte sie um Hilfe rufen. Der Entführer drehte sich um. Der Passant blickte ihn schockiert an, nahm sein Handy aus seiner Tasche und wollte die Polizei verständigen. Der Täter bemerkte es und reagierte gelassen. Er überlegte nicht lange. Er fasste sein Lenkrad und überfuhr ihn, als wäre es nichts Besonderes. Madlene saß auf ihrem Platz und hatte nun noch mehr Angst. Während er weiterfuhr, drehte er sich um und flüsterte: ‚‚Sei still, du wirst es bereuen.’’ Sie rührte sich nicht.                                                               Max

 

Sie näherten sich langsam seinem Haus. Die fahrt dauerte nicht besonders lange. Bevor sie ausstiegen, verband er ihr die Augen. Er nahm sie auf die Schulter und trug sie ins Haus. Sie wollte sich währen, aber er hielt sie so fest, dass es schmerzte, als sie sich bewegte. Er öffnete die Tür und ging mit ihr hinein. Dort war nichts zu hören. Nur seine Schritte auf dem Parkett. Er trug sie immernoch auf seiner Schulter herum. Sie hörte, dass er langsam eine schwere Tür aufschloss. Die kleine Madlene merkte, dass sie eine Treppe heraufgingen. Er blieb stehen. Er hielt sie noch. Nun hörte sie etwas… Es war ein Tropfen… Sie dachte sich nicht viel dabei. Außerdem roch sie etwas Eigenartiges. Der Geruch war so unangenehm, dass es kaum zu ertragen war.                                       Deborah

 

Er setzte sie auf einem Stuhl ab und fesselte sie dort. Ihren Mund klebte er nicht zu. Sie konnte sprechen, aber sie traute sich nicht. Er redete nicht viel. Er sagte mit sanfter Stimme nur etwas wie: ‚‚Wenn ich dir gleich das Tuch von den Augen nehme, bleibst du ruhig.’’ Er kam ihr näher und griff langsam nach dem Tuch. Er öffnete die Schlaufe und nahm es ihr ab… Sie schaute sich um und fing an zu weinen. Sie saß in der Mitte seines Dachbodens. An den Wänden standen große, schwarze Regale. Dort waren Gläser mit Organen geordnet. Madlene wusste das nicht so genau, aber zu ihrer Linken sah sie eine Wanne stehen, über der Leichen hingen, dessen Blut da rein tropfte. Sie waren blass, leicht bläulich und ihnen fehlten ein paar Körperteile. In einer Ecke war ein Mann gefesselt, der noch schwer Atmete. An ihm war noch alles dran, aber seine Haut war verbrannt.                                                                                                                            Dani

 

Ihr Entführer blickte sie an und holte nun ein breites, langes Küchenmesser. Sie saß auf ihrem Stuhl und konnte sich vor Angst nicht bewegen. Er fing nun an, seinem Plan nachzugehen. Nach ein paar Stunden war sein Werk vollendet. Ihr war es genauso, wie den anderen Opfern ergangen. Sie saß nun leblos und entstellt da. Er legte sie zur Seite.                                                                                  Max  

 

Er ging runter in sein Haus. Jeden Morgen steht er auf wie gewohnt. Er geht zur Arbeit und kommt dann am Nachmittag wieder nach Hause. Er bekommt keinen Besuch und telefoniert auch nicht besonders viel. Als er eines Abends seit langem vor dem Fernseher sitzt, schaut er sich die Nachrichten an. Es geht um das verschwundene 4-Jährige Mädchen Madlene. Die Polizei berichtet darüber. Als sich Melinda, die Mutter der Kleinen, meldet, traut er seinen Augen nicht. Es ist seine Ex-Freundin, die ihn vor etwa 4 Jahren verlassen hat. Ihm wird klar, dass er seine eigene Tochter auf die übelste Weise ermordet hat…                                                                                                                     Dani & Deborah

 

Er ist erschüttert, nimmt Schmerztabletten und geht auf seinen Dachboden. Er holt aus einer Schublade ein wellengeformtes, spitzes Messer. Außerdem ein Blatt auf das er schreibt: ‚Es tut mir leid, Melinda. Für dich.’’ Er stoßt sich das Messer neben sein Herz und bewegt es hin und her. Er zieht es raus und fasst hinein. Er holt seine Hand mit seinem Herz darin raus und legt es neben das Blatt auf den Tisch.                                                                                                           Dani

 

Zur gleichen Zeit bekam die Polizei Informationen zu dem Täter. Sie kamen von einem Passanten. Es war der ältere Mann, den er hatte überfahren wollen. Er merkte sich das Gesicht und das Kennzeichen. Als die Polizei herausfand, um wen es sich genau handelt, machten sich die besten Polizisten auf den Weg. Sie kamen beim Haus an und stürmten es ohne zu zögern. Sie durchsuchten alles und sahen dann die Tür zum Dachboden offen stehen. Sie gingen hoch und fanden die Leiche des Täters, von Madlene und den anderen.                    Deborah

 

Es dauerte, bis alles fortgebracht worden ist. Der Mutter wurde ein Foto von seiner Leiche mit dem Tisch daneben gezeigt. Sie hatte ihn erkannt und konnte es nicht glauben. Es machte sie so fertig, dass sie sich nur wenige Stunden später selbst tötete.                                                                                                            Petru